logo-internetWenn Band-Fotograf Willi Dahmen über das Spendenprojekt von SusiGoes18 für das Hospiz am Iterbach spricht, dann klingt der Enthusiasmus, den er und die sechs Musiker dabei versprühen, authentisch. „Es geht nicht darum, dass wir uns in den Mittelpunkt stellen“, sagt Band-Fotograf Dahmen. Die positive Energie und die ganze Freude, die von der Arbeit ausgehe, sei schon Bestätigung genug.

Hintergrund: Am 3. März dieses Jahres stand das Hospiz am Iterbach nach einer umfassenden Sanierung kurz vor seiner Eröffnung, wenn nicht ein Schmorbrand im Serverraum des Hauptgebäudes einen Sachschaden von mehr als einer Million Euro verursacht und damit den Start um Monate verzögert hätte. Trotz einer Versicherung im Rücken standen unter dem Strich Folgekosten in Höhe von 350.000 Euro, die nicht gedeckt werden konnten. „Durch eine außerordentlich hohe Anteilnahme aus der Bevölkerung, auch durch Kleinstspenden, konnte diese Summe auf aktuell 60.000 Euro reduziert werden“, so Monika Josephs.

„Als wir uns als Band in der Anfangsphase des Projekts etwas näher mit den Aufgaben des Hospizes auseinander gesetzt haben, wurde uns sehr schnell klar, dass wir mit der Aktion ‚Take my hand‘ auch die Arbeit der Mitarbeiter würdigen müssen“, so Willi Dahmen. Aus einer persönlichen Verbundenheit heraus entstand mit „Take my hand“ ein Song, den Sänger Michael „Michi“ Nendza-Comos bereits im Jahr 2009 geschrieben und mit seinen Band-Kollegen vertont hatte. Auslöser war die Krebserkrankung eines nahen Verwandten, der durch die Mitarbeiter von Home Care betreut wurde. Und so handelt auch der Liedtext von einem Mann, der hilflos zusehen muss, wie seine Frau schwer erkrankt. „Obwohl er sie an die Hand nehmen und mit ihr in eine bessere Welt entfliehen will, spürt er, dass die gemeinsame Zeit nicht mehr lange andauern wird“, so Nendza-Comos zur Intention seines Songs. „Während das Original eher von der Gitarre geprägt war, hat die neue Version ein längeres Cello-Intro, was dem Ganzen eine angebrachte Dramatik verleiht. Herausgekommen ist eine eingängige Melodie mit Ohrwurm-Charakter, obwohl der Inhalt zum Nachdenken anregen soll: Ein Party-Song mit zwei Gesichtern“, ergänzt Willi Dahmen.

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Beide Versionen stehen ab sofort auf der Internetseite www.susihilft.de zum Download bereit. Gleichzeitig gibt es auf dieser Seite die Möglichkeit, durch einfaches Anklicken des „Take my hand“-Logos, sich über die Arbeit von Home Care zu informieren. Jeder Nutzer wird auf die Seite zum Hospiz am Iterbach weitergeleitet. Wem der Song-Download eine Spende wert sei, könne den Betrag direkt an das hierfür eingerichtete Konto des Home Care e.V. mit dem Stichwort Brandschaden überweisen. „Die Höhe der Spende ist dabei unerheblich. Jeder Cent zählt und würdigt auch gleichzeitig die geleistete Arbeit des Hospizes“. Das extra für diese Aktion entworfene Logo dient dazu, dem Projekt ein eigenes Gesicht zu geben. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn sich auch andere Künstler dieser Aktion anschließen würden. Mit unserem Einverständnis würden wir dann unser Logo zur Verfügung stellen, um weiterhin auf diesem Wege dem Aachener Hospiz unter die Arme greifen zu können“, sagt Willi Dahmen.

Um aber nicht nur das Ohr zu erreichen, hatte sich die Band auch dazu entschlossen, ein Video zu produzieren. Angelehnt an den Titel „Take my hand“ hat sich im Sommer für den Dreh eine Menschenkette aus Hospiz-Mitarbeitern zusammengefunden, die mit einem aufwendigen Drohnenflug aus der Luft gefilmt worden ist. Auch das Video ist über die Internetseite und den YouTube-Kanal der Band abrufbar. „Wenn man unsere Aktion auch auf diesem Wege in Aachen und im Umland bekannt machen könnte, wäre das Interesse geweckt und würde zu weiteren Spenden führen“, hofft die Band.