Eigentlich gibt es im Hospiz am Iterbach in Walheim vier Mal im Jahr einen besonderen Gottesdienst für Gäste, Zugehörige und Mitarbeitende: an Weihnachten, an Ostern, zur Mitsommerwende und zu Erntedank. Die Corona-Pandemie verhinderte in diesem Jahr die Feiern. Deshalb wurde in diesem Jahr für eine Woche ein „Ernte-Dank-Raum“ gestaltet. Ein Angebot mit Zuspruch.

Die Tür zum Raum der Stille steht einladend offen. Wer durchs Foyer des Hospizes kommt und einen Blick riskiert, entdeckt sofort das Erntedankbild. Gestaltet hat es Veronika Bindels-Salber, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospiz. Früchte und Obst – Kartoffeln, Äpfel, Kürbisse -, Sonnenblumen, Nüsse, Kastanien, Blätter und Stroh liegen da als bezauberndes Stillleben. „Ich fühle mich zurückerinnert an meine Kindheit und bin so dankbar“, hat eine Besucherin an die Danke-Wand gepinnt. „Danke für…“ – auch andere haben Gedanken hinterlassen. Im Raum verteilt finden sich eine Geschichte, Gedichte, Sinnsprüche und regen zum Nachdenken an. Leise Musik läuft und lädt zum Verweilen ein, durch das offene Fenster hört man das Plätschern von Wasser und sieht einen kleinen Wasserfall. Auch ein unerwarteter Wunsch kann erfüllt werden, als ein Gast sich „Musik mit Power“ wünscht. Am Rande des Raumes ergibt sich der ein oder andere Gedankenaustausch.

Das Projekt ist gelungen und setzt einen schönen Akzent in diesen Corona-Zeiten.

Bericht von Patrick Wirges, Pastoralreferent
Patrick Wirges besucht und begleitet seit vielen Jahren die Gäste und ihre Angehörigen seelsorgerisch im Hospiz, wir sind glücklich und dankbar für die wunderbare Zusammenarbeit