Zwar anders als in den vergangenen Jahren und doch besonders herzlich wurde unser Hospiz mit einem Segen zum Jahresbeginn von den Sternsingern der Gemeinde Schmidthof/Sief bedacht. Da der persönliche Besuch der kleinen „Königinnen und Könige“ leider nicht möglich war, hat Frau Suchdoll aus dem Vorbereitungsteam der Sternsingeraktion uns stellvertretend von den Kindern mit Kartoffeldrucksternen gestaltete und gepackte Segenstüten gebracht. „Den Kindern war dieses Zeichen der Verbundenheit ganz wichtig. Sie waren hochmotiviert und sehr kreativ, die Sternsingeraktion auch in Coronazeiten umzusetzen.“

Liebe Besucher,

zum Schutz unserer Hospizgäste, ihrer Zugehörigen und unseres Betreuungspersonals bestehen aktuell nachfolgende Besuchs-Regeln:

  • Der Besuch unserer Gäste ist jederzeit möglich.
  • Die Besucherzahl beschränkt sich auf max. 2 Besucher zeitgleich.
  • Der Zutritt zum Hospiz ist nur mit einem maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Testergebnis möglich (Alternativ: Impf- oder Genesungsnachweis)
  • Kostenlose Schnelltests sind Montag zwischen 08:30 und 16:30 Uhr, Mittwoch zwischen 09:00 und 15.00 Uhr sowie Freitag und Samstag zwischen 10:00 und 16:30 Uhr in unserem einrichtungsinternen Testzentrum möglich.
  • Melden Sie sich nach Betreten des Foyers direkt im Testzentrum an, bevor Sie das Hospiz betreten.
  • Dort füllen Sie einen Besuchererfassungsbogen aus und es erfolgt ein Kurzscreening incl. Temperaturerfassung.
  • Bitte tragen Sie während des gesamten Aufenthaltes in unserem Hospiz mindestens eine med. Gesichtsmaske (OP-Maske), auch innerhalb der Gastzimmer, und halten Sie die Hygiene- und Abstandregeln ein.
  • Bitte informieren Sie das Testzentrum oder, wenn dieses nicht mehr besetzt ist, einen Mitarbeiter der Pflege, wenn Sie Ihren Besuch beenden.

Unabhängig von allen gesetzlichen Bestimmungen möchten wir Sie im Interesse aller Beteiligten bitten, Ihre Besuche auf das Nötigste zu beschränken und innerhalb der Familie und weiterer Angehöriger abzustimmen.

Wir bitten Sie, diese Besucherinformationen innerhalb Ihrer Familie und im weiteren Umfeld weiterzugeben und zu berücksichtigen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihr Hospizteam

Die Advents- und Weihnachtszeit im Hospiz war in den vergangenen Jahren geprägt von Einladungen zu verschiedenen gemeinschaftlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Wohnküchenkonzerten, einer Lesung oder einem hausinternen Weihnachtsbasar.
In diesem Jahr können diese Veranstaltungen „coronabedingt“ leider nicht stattfinden. Deshalb war auch hier wieder Kreativität gefragt.
In der Mitte unseres Raums der Stille ist ein liebevoll gestalteter Adventskalender für die Hospizgäste aufgebaut. Der Inhalt ist zum Beispiel mit schönen Geschichten, Blumen, selbstgebastelten Sternen, Engeln und Gutscheinen zum Vorspielen der Veeh-Harfe gefüllt. Es wird täglich überlegt, welche Adventstüte für welchen Gast besonders passend ist. Gäste, die nicht selbst in den Raum kommen können, bekommen anhand von Fotos einen Eindruck vermittelt und ihr „Türchen/Tütchen“ zum Öffnen wird zu ihnen ins Zimmer gebracht. Die Resonanz unserer Hospizgäste, ihrer Angehörigen sowie der Mitarbeitenden ist sehr positiv. Ein Gast fragte: „Wann bin ich an der Reihe? Ich fühle mich wie ein kleines Kind und kann es kaum abwarten.“
Ein anderer Gast freute sich sehr über einen kleinen Holzengel, „dies sei genau der richtige Gefährte in dieser besonderen Zeit“…
Auch der verlockende Geruch von selbstgebackenen Weihnachtskeksen ist schon durch die Flure gezogen und nicht nur der Geruch hat unsere Gäste erfreut.

Man kann sagen, dass es eine liebgewonnene Tradition ist, dass die Kinder des St. Anna Kindergarten am St. Martinstag die Gäste im Hospiz besuchen. Sie laufen mit ihren Laternen durch das Haus, singen Martinslieder und führen im Anschluss im Raum der Stille die Martinsgeschichte für die Hospizgäste und -mitarbeiter auf. In diesem besonderen “Corona-Jahr“ war dies leider nicht möglich. Deshalb haben sich die Kinder und ihre Erzieher*innen etwas Schönes einfallen lassen: Sie haben die Martinslieder im Kindergarten gesungen und aufgenommen und einige Laternen extra für uns gebastelt.
Am Mittwoch, den 11. November bin ich im Auftrag der Kinder des St. Anna Kindergartens im Hospiz unterwegs gewesen und habe alle Gäste mit dem CD- Player und einer Laterne besucht und sie gefragt, ob sie das eine oder andere Lied hören möchten. Alle wollten mindestens eins der Martinslieder der Kinder hören. Manche haben angefangen, mitzusingen und hatten das fröhliche, strahlende Funkeln in ihren Augen, einige waren gerührt und erinnerten sich an die Martinszüge mit ihren Kindern oder Enkelkindern und erzählten von gemeinsamen Erinnerungen.
Es war eine schöne Erfahrung und ein großartiges Erlebnis, sowohl für die Gäste aber auch für mich. Die Kinder bekamen sehr viel Lob, dafür dass sie so lebendig mitgesungen hatten. Ein Gast meinte: „Es ist schön, dass uns die Menschen da draußen nicht vergessen und an uns gedacht haben.“ Als angehende Sozialarbeiterin war dies für mich eine tolle Erfahrung, wie man in solch einer besonderen Situation kreativ sein kann und ich werde diesen Tag und die fröhlichen Gesichter der Gäste nie vergessen.

Vielen lieben Dank an den St. Anna Kindergarten in Walheim!

Bericht von Parvin Neysari Tabrizi, Studentin der Sozialen Arbeit
Frau Neysari absolviert derzeit ihr Praktikumssemester bei uns im Hospiz und wir freuen uns sehr über ihr besonderes Engagement

Eigentlich gibt es im Hospiz am Iterbach in Walheim vier Mal im Jahr einen besonderen Gottesdienst für Gäste, Zugehörige und Mitarbeitende: an Weihnachten, an Ostern, zur Mitsommerwende und zu Erntedank. Die Corona-Pandemie verhinderte in diesem Jahr die Feiern. Deshalb wurde in diesem Jahr für eine Woche ein „Ernte-Dank-Raum“ gestaltet. Ein Angebot mit Zuspruch.

Die Tür zum Raum der Stille steht einladend offen. Wer durchs Foyer des Hospizes kommt und einen Blick riskiert, entdeckt sofort das Erntedankbild. Gestaltet hat es Veronika Bindels-Salber, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospiz. Früchte und Obst – Kartoffeln, Äpfel, Kürbisse -, Sonnenblumen, Nüsse, Kastanien, Blätter und Stroh liegen da als bezauberndes Stillleben. „Ich fühle mich zurückerinnert an meine Kindheit und bin so dankbar“, hat eine Besucherin an die Danke-Wand gepinnt. „Danke für…“ – auch andere haben Gedanken hinterlassen. Im Raum verteilt finden sich eine Geschichte, Gedichte, Sinnsprüche und regen zum Nachdenken an. Leise Musik läuft und lädt zum Verweilen ein, durch das offene Fenster hört man das Plätschern von Wasser und sieht einen kleinen Wasserfall. Auch ein unerwarteter Wunsch kann erfüllt werden, als ein Gast sich „Musik mit Power“ wünscht. Am Rande des Raumes ergibt sich der ein oder andere Gedankenaustausch.

Das Projekt ist gelungen und setzt einen schönen Akzent in diesen Corona-Zeiten.

Bericht von Patrick Wirges, Pastoralreferent
Patrick Wirges besucht und begleitet seit vielen Jahren die Gäste und ihre Angehörigen seelsorgerisch im Hospiz, wir sind glücklich und dankbar für die wunderbare Zusammenarbeit

… so titelt die Meldung des Presseamts der Stadt Aachen und weiter heißt es:

„Das Hospiz Am Iterbach begleitet Sterbende gemeinsam mit Home Care Aachen auf Ihrem ganz individuellen Weg. Auch Angehörige und Freunde sind Tag und Nacht im Hospiz willkommen und werden unterstützt. Das Hospiz möchte für die Gäste „zu Hause“ werden. Es möchte ein Ort der Geborgenheit sein, an dem schwerstkranke und sterbende Menschen bis zum letzten Augenblick in einer warmen und ruhigen Atmosphäre lachen und weinen, leben und sterben können. Dazu ist viel Engagement von Mitarbeitenden aber auch vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern nötig.
„Für dieses Engagement möchten wir Ihnen jetzt vor Weihnachten herzlich danken. Gerade in einem Jahr wie diesem sind wir alle auf ehrenamtliches Engagement angewiesen.“, sagte von Thenen am Mittwoch (9. Dezember). Verstärkt wird der Dank durch eine Spende von 375 Euro, die von Vorstandsmitglied Martin Brandt entgegengenommen wurde. Die Tradition, dass von Thenen und seine beiden Stellvertreter über das Jahr hinweg darauf verzichten, bei Einladungen von Vereinen und Institutionen ein Präsent zu übergeben, soll auch in der neuen Ratsperiode fortgeführt werden. Der neue Stellvertreter Reinhard Plum unterstützt die Geste, mit den eingesparten repräsentativen Mitteln des Stadtbezirks einen guten Zweck zu unterstützen genauso, wie schon seit Jahren Ladislaus Hoffner.
„Es freut uns sehr, dass wir mit unserer Arbeit so positiv und wertschätzend im Stadtbezirk Kornelimünster/Walheim wahrgenommen werden. Wir sind auf jegliche Spende und Unterstützung angewiesen“, bedankt sich Brandt. “

Foto: © Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Auch in diesem Jahr lädt der Freundeskreis Hospiz am Iterbach e.V. ein zum Benefiz-Weihnachtsbaumverkauf …

Wer den Kauf des schmucken Grüns mit einem guten Zweck verbinden will, der kann beim großen Benefiz-Weihnachtsbaumverkauf an der Kirche St. Paul in der Jakobstraße zugreifen.
Der Reinerlös aus dem Verkauf der Bäume aus dem Sauerland geht zugunsten des Freundeskreis Hospiz am Iterbach e.V.

Öffnungzeiten
Freitag, 11.12. // 12 bis 20 Uhr
Samstag, 12.12. // 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 13.12. // 12 bis 17 Uhr

Während Sie Ihren Weihnachtsbaum aussuchen, begleiten Sie weihnachtliche Klänge.

… in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. (Wilhelm Busch)

Hallo ich bin der Neue im Team, mein Name ist Steffen Bräuer und ich bin seit dem 01.07.2020 hier im Hospiz am Iterbach als Küchenleitung tätig. Somit ergänze und unterstütze ich Christiane Bugdol, die den Bereich der Reinigung und Hausgestaltung leitet.

Das waren bisher sehr interessante Wochen für mich. Recht viele neue Eindrücke und Einblicke in die Tätigkeitsbereiche und auch viele gewohnte und lieb gewonnene Tätigkeiten gehören nun zu meinem Aufgabenresort.

Zweifelsohne gehören das Kochen und der Kontakt zum Gast zu den Aufgaben, die ich hier hervorheben möchte. Das Kochen, weil es „der Wunschberuf“ von mir ist und der Gastkontakt, weil es immer wichtig ist, so schnell als möglich ein Feedback zu erhalten, um schnell reagieren zu können.

Erfahrungen bringe ich mit. Denn bisher war ich lange Jahre Küchenleiter in einer kleinen Klinik, in der sehr individuell und liebevoll für Patienten (Gast) mit gehobenen Ansprüchen gekocht wurde.

Hilfreich ist auch, dass ich eine Küche vorgefunden habe, die vorbildlich geführt wurde und mir meinen Neustart dadurch sehr erleichterte.

Mein Ziel ist es, jeden Gast in der letzten Phase seines Lebens würdevoll zu begleiten und ihm nach Möglichkeit jeden besonderen Wunsch zu erfüllen.

Ich bin gern Ansprechpartner für alle Belange in und um den Bereich Küche und Hauswirtschaft und freue mich sehr, ein Teil in dem multiprofessionellen Team im Hospiz zu sein.

Ich fühle mich angekommen und willkommen im Hospiz am Iterbach.

Steffen Bräuer (Bereichsleitung Küche und Service)

Ein weiteres schönes Beispiel gelebter Solidarität war der überraschende Anruf von Herrn Gastrich von der freiwilligen Feuerwehr Aachen: Im Rahmen der Aktion “Zusammen“ würden sie gerne den Hospizgästen und Mitarbeiter/innen des Hauses mit einem Blumengruß zu Ostern eine Freude machen.

Am Gründonnerstag wurden dann Frühlingspflanzen für die Blumenkästen in unserem Innenhof gebracht. Die Freude ist gelungen!

Die mittlerweile traditionelle Unterstützung bei der Pflege des hospizlichen Außengeländes durch die engagierten Helfer des Aachener Ford Research & Innovation Centers bleibt, der aktuellen Situation geschuldet, verständlicherweise aus. Doch in Absprache mit ihrer Geschäftsführung haben Ford-Mitarbeiter in ihrer Freizeit Gesichtsvisiere produziert, mit denen sich Ärzte und Pflegekräfte schützen können. Und auch wir durften uns sehr über dieses Engagement freuen und wurden großzügig ausgestattet. Vielen Dank!

…………….

Im 3D-Drucker wird die Halterung erstellt, das Visier selbst besteht aus Transparenzfolie, die an dieser befestigt wird. Die Halterung ist so konzipiert, dass die Folie vom Nutzer leicht selbst angebracht und immer wieder gegen eine neue, unbenutzte ausgetauscht werden kann.

Hier ein Video des ebenfalls unterstützen Luisenhospitals in Aachen.

Ein wunderbares Ostergeschenk haben die Ingenieure Dr. Thomas Baranows, Dr. Maik Broda und Aleksandar Bach dem Luisenhospital gemacht: 100Gesichtsvisiere aus dem 3D-Drucker zum Schutz vor der Coronavirus-Tröpfcheninfektion. Die Mitarbeiter des Aachener Ford Research & Innovation Centers sind in Kurzarbeit und haben in ihrer gewonnenen Freizeit in Absprache mit der Geschäftsführung der Ford-Werke die Visiere produziert, mit denen sich Ärzte und Pflegekräfte in der Corona-Krise schützen können. Im 3D-Drucker wird die Halterung produziert, das Visier selbst besteht aus Transparenzfolie, die an dieser befestigt wird. Die Halterung ist so konzipiert, dass die Folie vom Nutzer leicht selbst angebracht und immer wieder gegen eine neue, unbenutzte ausgetauscht werden kann. Erste Tester der Gesichtsvisiere waren Dr. Johanna Loskill, und der ärztliche Direktor des Luisenhospitals, Dr. Wolfram Reeker. Beide sind begeistert. Verteilt werden die Visiere vor allem an unsere Pflegekräfte auf den Isolationsstationen. Jeder zusätzliche Schutz gegen die Tröpfchen-Infektion hilft ihnen. Ein herzliches Dankeschön für dieses tolle Geschenk!

Publiée par Luisenhospital Aachen sur Dimanche 12 avril 2020